Posterous theme by Cory Watilo

Wie Gerüchte entstehen und Kommunikation funktioniert. Ein Rundgang durch das Museum für Kommunikation Berlin

Auf der re:publica11 sprach mich Anna-Lena (Blog-Bleistift und Praktikantin im MFK Berlin) an, ob ich vielleicht das Museum für Kommunikation in Berlin besuchen und darüber berichten möchte. Da ich noch ein Zeitfenster hatte, wollte ich gerne - besonders weil mich die aktuelle Sonderausstellung "Gerüchte" sehr interessierte. Spätestens seit Plattformen wie isharegossip ist das Thema "en vogue" und Stoff für Ausstellungen. So machte ich mich dann mit freudiger Erwartung und einer Freikarte im Gepäck auf den Weg zum Museum. An der Leipziger Straße angekommen faszinierte mich erst einmal die Art und Weise, wie die Ausstellungsbesucher ihre "Erkennungsklebebilder" nach dem besuch entsorgten (siehe Bild) und beschloss es später ebenso zu machen :-)

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Im Museumsfoyer (vielmehr Lichthof) angekommen wurde ich freundlich empfangen und begann relativ schnell einen kurzen "Sprint" durch die Dauerausstellung zum Thema "Kommunikation" - was sonst. Im unteren Bereich gab es jede Menge Mitmachstationen für Kids, die auch prompt von mehreren Kindern belagert wurden. Als eins von ihnen mich fragte: "Was muss ich hier machen?", wusste ich auch nicht sofort eine Antwort. Hier wären vielleicht kleine grafische Erklärung für die jungen Museumsbesucher angesagt. Aber insgesamt sehr gut gemachte Hands-On-Objekte. Ich setzte meinen Weg zügig in die Dauerausstellung fort. Dort erwartete mich als Kulturgeschichts-Fan die Historie der Kommunikation. Viele Objekte zeigten, was für Kommunikation wichtig ist, wie Kommunikation funktioniert und welche Hilfsmittel sich über die Jahrhunderte hin entwickelt haben. Überall Briefkästen, Fernsprecher, Telefone, Fernseher, Briefmarken, usw. - eine wirklich schöne Sammlung, die das Thema Kommunikation gut erklärt. Mein persönliches Highlight war eine alte Postkutsche, die in ihren Einzelteilen an der Decke installiert war - sehr ästhetisch und ein Hingucker.

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Weiter geht's in die oberste Etage. Dort wartete vor der "Gossip-Schau" erstmal eine weitere Überraschung auf mich. Eine Mitarbeiterin des Museum machte eine Besucherbefragung - mit einem iPad. Klasse. Ich nahm mir natürlich ein paar Minuten um die Fragen zu beantworten. Hat definitiv mehr Spaß gemacht, als mit Bleistift ein Papierfragebogen auszufüllen - auch aufgrund der netten Ansprache der Mitarbeiterin, was auch nicht in jedem Museum Normalität ist.

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Nun erreichte ich die Gerüchte-Ausstellung. Zu Anfang gab es eine Reihe von Computern, wo man sich zum Thema informieren konnte. In etwa so wie ein multimedialer Ausstellungskatalog. Nach kurzem Geklicke ging es aber erst einmal in die Sonderausstellung. Hier bewegte man sich durch ein "grünes Gestrüpp", durch ein Dickicht von Fakten und Objekten zum Thema, wie Gerüchte entstehen, was Gerüchte eigentlich sind, wie sie sich verbreiten und welche Rolle die Kommunikation dabei spielt. Auch verschiedene Themenkreise wie der historische Legenden (Bernsteinzimmer) oder religiöse Mythen (Jesus Tuch) wurden behandelt. Immer wieder glänzte die Ausstellung mit schönen Inszenierungen wie dem Frisörsalon und ansprechenden visuellen Umsetzungen der Themen. Als Fan von Urbanen Legenden fand ich das Terrarium mit der "Spinne in der Yukka-Palme" sehr gelungen.

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Was auffiel: An vielen Stationen war der Besucher gefordert mitzumachen. Man könnte seine eigene Definition von "Gerücht" an der "Gerüchteleine" mit aufhängen und sogar über den "Gerüchte-Generator" eine Klatsch-Nachricht zur eigenen Person kreieren. Ich bin mir sicher, jeder Besucher testet dies mindestens 2-3 mal aus :-)

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Nach ca. 1 1/2 Stunden musste ich leider wieder los. Mein Resumée: Für die Dauerausstellung braucht man Zeit und Begeisterung für historische Objekte. Davon gab es sehr viele, die zum großen Teil sehr interessant installiert sind. Die "Gerüchte"-Ausstellung sollte man sich - solange sie noch zu sehen ist - unbedingt anschauen. Das hat wirklich Spaß gemacht und ich hätte gern mehr Zeit für die Infos gehabt. Am Ende (wie ich vorhin schon schrieb) entsorgte ich meine Klebeschildchen ordentlich an der Ampel draußen - übrigens auch ein Ort der Kommunikation. Oder was macht man, solange man auf das grüne Ampelmännchen wartet?!

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Museum für Komminkation: www.mfk-berlin.de | http://twitter.com/mfk_berlin | www.facebook.com/mfk.berlin

PS: In Zukunft werde ich ähnliche Beiträge zu weiteren Museumsbesuchen auf Museumsreif posten.